Linienverlauf

Bahnhof

 RE5S3
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Hamburg Hbf

Streckenkarte

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Streckenporträt

RE5 S3

Cuxhaven – Hamburg

Der RE5 verbindet die niedersächsische Seestadt Cuxhaven mit der Hansestadt Hamburg. Von Cuxhaven bis Hamburg-Harburg verkehrt er auf den Gleisen der Niederelbebahn (KBS 121), auch Unterelbebahn genannt. Die insgesamt etwa 104 Kilometer lange Strecke ist seit 1968 zwischen Stade und Hamburg-Harburg elektrifiziert. Die Fahrt zwischen Hamburg-Harburg und dem Hamburger Hauptbahnhof erfolgt auf der Kursbuchstrecke 120 Bremen–Hamburg. Die S-Bahn nutzt stattdessen ab/bis Neugraben die Gleise der Harburger S-Bahn.

Seit 2004 gilt zwischen Himmelpforten und Hamburg Hbf der HVV-Tarif. Zwischen Cuxhaven und Himmelpforten sowie für den ein- und ausbrechenden Verkehr gilt seit 2013 der Niedersachsentarif.

Seit 2007 verkehren Züge der Hamburger S-Bahn-Linie S3 bis nach Stade. Eigens für die Weiterführung des S-Bahn-Verkehrs über Neugraben hinaus wurden Zweisystemfahrzeuge der Baureihe 474.3 entwickelt, welche sowohl mit der Seitenstromschiene im Gleichstrom-Netz der S-Bahn als auch mit der Wechselstrom-Oberleitung kompatibel sind. Damit hat die S-Bahn die zuvor bestehende von DB Regio betriebene Regionalbahn zwischen Stade und Neugraben ersetzt, einige Bahnhöfe sind seitdem ausschließlich S-Bahn-Station. Je nach Wochentag und Tageszeit verkehren entweder Kurz- oder Vollzüge. Die Fahrtdauer von Stade nach Hamburg Hbf mit Systemwechsel in Hamburg-Neugraben beträgt rund eine Stunde. Durch ergänzende Fahrten zum 60-minütigen Grundtakt wird im Berufsverkehr zeitweilig ein 20-Minuten-Takt erreicht. 

Ebenfalls 2007 hat die Metronom Eisenbahngesellschaft als Ausschreibungssieger den von DB Regio betriebenen Regionalexpress zwischen Cuxhaven und Hamburg Hbf mit ihrem Produkt „metronom“ abgelöst. Der Betreiberwechsel ging mit dem Einsatz neuer klimatisierter Bombardier-Doppelstockwagen aus dem LNVG-Fahrzeugpool, angetrieben von Diesellokomotiven der damals neuen Baureihe 246, einher.

Die Doppelstockwagen sind sowohl äußerlich als auch innerlich im blau-weiß-gelben Design ihres Besitzers, der Landesnahverkehrgesellschaft Niedersachsen (LNVG), gehalten. Eine gewisse Individualisierung durch das Anbringen von Firmen- bzw. Produktlogos ist den Eisenbahnverkehrsunternehmen jedoch gestattet und im Fall vom metronom auch erfolgt. Seitdem der aus einem Wettbewerb hervorgegangene neue „metronom Standard“ Mitte 2014 ausgerufen wurde, zieren auffällige Kennzeichnungen die Wagen mit bestimmten Ausstattungsmerkmalen wie z. B. den Fahrradwagen oder den neu eingeführten Ruhewagen sowohl von außen als auch von innen.

Im Zuge der Vereinheitlichung der Linienbezeichnungen im norddeutschen SPNV Ende 2014 wurde aus der „R50“ (HVV-Linienbezeichnung) der RE5. Im HVV hatte es keine Differenzierung nach Regionalexpress und Regionalbahn gegeben. Der RE5 verkehrt in einem 60-minütigen Grundtakt, einzelne Verstärkerleistungen kommen ergänzend hinzu. Die Fahrzeit zwischen Cuxhaven und Hamburg Hbf beträgt laut Plan etwa 1 Stunde 45 Minuten.

Eine standardmäßige RE5-Garnitur besteht aus insgesamt fünf Doppelstock-Wagen mit Tiefeinstieg, welche von einer Lok der Baureihe 246 geschoben bzw. gezogen werden. Einer der zweitklassigen Wagen ist dabei in der Regel ein Ruhe-, ein anderer ein Fahrradwagen. Der Steuerwagen beherbergt im Unterstock einen Mehrzweck-Bereich für Rollstühle und Kinderwagen sowie einen Snack- und Getränkeautomaten. Im Oberstock befindet sich die 1. Wagenklasse. Zudem verfügt der Steuerwagen über eine Überfahrbrücke für Rollstuhlfahrer.

Aufgrund technischer Probleme mit mehreren Dieselloks und damit einhergehenden Werkstattaufenthalten wurden Ende 2014 einige Zeit lang auf einigen Fahrten am Tag EVB-Dieseltriebwagen der Baureihe 628 in Doppeltraktion eingesetzt. Diese verkehrten wegen der deutlich geringeren Kapazität jedoch nur zwischen Stade und Hamburg.

Im September 2015 kollidierte ein Schulbus mit aktivierter Gelenksperre auf einem Bahnübergang bei Buxtehude mit einem metronom. Der Bus konnte rechtzeitig geräumt werden, insgesamt gab es einen Leichtverletzten im Zug.

Der Verkehrsvertrag zwischen der LNVG und der Metronom Eisenbahngesellschaft läuft noch bis Dezember 2018. Das neue Vergabeverfahren wurde Anfang 2016 eröffnet, als Gewinner ist DB Regio aus der Ausschreibung hervorgegangen. Somit wird ab Dezember 2018 wieder die Deutsche Bahn die Verkehre zwischen Cuxhaven und Hamburg erbringen, wobei das bisherige Fahrzeugmaterial aus dem Pool der LNVG weiterhin zum Einsatz kommen wird. Auch das Ende 2009 eingeführte Alkoholkonsum- und -bereitstellungsverbot muss der neue Betreiber fortführen.

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Zwei Reihensitze einer Vierer-Sitzgruppe im Unterstock in der 2. Klasse des RE5. Design und Ausstattung sind im Wesentlichen von der Besitzerin der Doppelstockwagen, der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), vorgegeben.

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Im Polsterdekor finden sich die LNVG-Farben Blau, Gelb und Weiß wieder.

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Blick auf die Offshore-Basis Cuxhaven.

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Wiesen und Felder zwischen Cuxhaven und Otterndorf.

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246 009-5 kurz vor ihrer Abfahrt in Richtung Cuxhaven vom Hausbahnsteig des Bahnhofs Stade, welcher ungefähr auf halber Strecke zwischen Hamburg und der Seestadt liegt. Wenige Kilometer weiter trifft sich die Leistung mit der Gegenleistung nach Hamburg.

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Beim metronom gilt: Der Steuerwagen zeigt stets in Richtung Norden, befindet sich bei den Leistungen in Richtung Hamburg Hbf also bis Hamburg-Harburg am Zugschluss.

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Gleis 3 steht in Stade der S-Bahn zur Verfügung. Wenige Meter weiter rechts schließt es mit einem Prellbock ab. Im Hintergrund ist der ehemalige Bahnsteig 4 erkennbar, welcher vor der Modernisierung des Bahnhofs noch vom toursitischen Moorexpress (Stade – Bremen) genutzt wurde, heute aber nicht mehr zugänglich ist.

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In Buxtehude besteht Anschluss an die RB33 über Bremervörde nach Bremerhaven und weiter nach Cuxhaven, gefahren von den EVB. Kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Buxtehude endet die DB-Infrastruktur und die EVB sind bis vor Bremerhaven-Wulsdorf Nutzer ihrer eigenen Infrastruktur.

Titelbild Streckenporträt Cuxhaven – Hamburg
 
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